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Heu -
das Grundnahrungsmittel der Pferde. Artikel von Gerd Brüning
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Für alle Pferde ist Heu das wichtigste Grundnahrungsmittel überhaupt. Die Qualität des Heus hat großen Einfluss auf die Gesundheit des Pferdes. Das Pferd produziert 24 Stunden am Tag Magensäure, um diese in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, benötigt es Speichel. Je faserreicher das Futter, desto höher die Speichelproduktion und desto niedriger die Magenübersäuerung, die sehr schnell zu Magengeschwüren führt. |
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| Deshalb sollte der Dauerfresser Pferd keine großen Zwischenmahlzeitabstände haben. Diese sollten 4 – maximal 8 Stunden nicht überschreiten. Auch sollte nach einer Fresspause immer erst Heu gefüttert werden. 1 kg gutes Heu bedingt die Produktion von 4 Litern Speichel. Heu lässt sich nur bedingt durch andere Futtermittel ersetzen. So sind auch Heulage (ca 2,5 ltr Speichel), Silage (ca 1,4 ltr), Müsli (ca 1,3 ltr) oder Hafer (ca 1 ltr) nur ein unzureichender Ersatz für Heu. Stroh ist überhaupt kein Heuersatz und führt bei einer Fütterung von mehr als 1,5 -2 kg pro Tag leicht zu Verstopfungskoliken. |
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| Stroh ist kein Heuersatz! |
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| Jedes Pferd sollte pro Tag 1,5 kg bis 2 kg je 100 kg Körpergewicht an Heu erhalten. Dieses sichert das Leben des Pferdes und ist zusätzlich in der Lage, die lebensnotwendige Tagesration an Wasser im Darm zu speichern, damit das Pferd die ihm gestellten Aufgaben bewältigen kann. Ein 600 kg Pferd benötigt 9 kg – 12 kg Heu pro Tag als Minimum und sollte dies in mehreren Teilgaben (mindestens 4) über den Tag verteilt angeboten bekommen. Selbst bei ganztägigem Weidegang sollte 60 % der Tagesration aus Heu bestehen, zur Gesunderhaltung der Pferde. Also benötigt ein 600 kg Pferd im Laufe eines Kalenderjahres zur Gesunderhaltung etwa 3600 kg Heu, das entspricht in etwa 300 HD-Ballen, 24 Rundballen oder 8 Großpacken. |
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Checkliste zur Heu-Beurteilung
Gutes Heu
• Grünliche, frische Farbe
• Aromatischer, angenehmer Geruch
• Rau und trocken im Griff
• Blätter und Halme erkennbar
• Kein Verkleben beim Aufschütteln
• kein oder kaum Staub beim Aufschütteln
Schlechtes Heu
• braun bis schwarz, grau, weiße Nester
• muffiger, fauliger Geruch
• weicher Griff = hoher Eiweiß-, geringer Rohfasergehalt
• Klammer Griff = Feuchtigkeit, Nachtrocknung
• Sperriger Griff = viele Stängel, hoher Ligningehalt
• Verunreinigung mit Staub (Pilzen), Stroh, Erde und Steinen
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| Die Qualität des Heus liegt an der Ernte und der Sorgfalt des Erntenden im Umgang mit dem Schnittgut. Der Schnittzeitpunkt sollte zwischen Anfang Juni und Mitte Juli liegen und die Gräser sollten ausgeblüht und in der Samenphase sein. Wichtig für die Heugewinnung ist eine längere Schönwetterperiode (nicht unter 5 Tagen), damit das Schnittgut in Ruhe trocknen kann. Morgens geschnittenes Gras hat weniger Gehaltsstoffe als abends geschnittenes, dadurch kann man also mit dem Schnittzeitpunkt die Heuinhaltsstoffe beeinflussen. Pferdeheu sollte möglichst langfaserig sein, deshalb ist bei der Mahd auf einen Knicksetter (Anbaugerät an ein Mähwerk, welches das Schnittgut in kurze Stücke zerschlägt, um die Austrocknung zu erhöhen) zu verzichten und das Heu durch mehrere Wendegänge zu trocknen. Der Stoppel sollte je nach Erntezeitpunkt 6-10 cm lang sein und der Heuwender genau wie der Schwader sollten mit den Zinken den Boden nicht berühren, um Verschmutzungen zu vermeiden. Gutes Heu lässt sich nur von Wiesen ernten, die ausreichend mit Nährstoffen versorgt (den Bedürfnissen entsprechend gedüngt) wurden. Heu von ungedüngten Wiesen ist sehr viel höher mit Fructan belastet als Heu von ausreichend ernährten Wiesen. |
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Es gibt verschiedene Möglichkeiten Heu einzufahren: Die gesündeste Art ist die
„lose Heugewinnung“ Einlagerung von Heu in ein Gebäude in ungepressten Zustand – die wohl staubfreieste Art- in der Schweiz und in einigen Gegenden Deutschlands eine gängige Art.
Das Pressen in Hochdruckballen, eine arbeitsintensive aber heuschonende Methode in händelbarer Größe, die bei guter Lagerung - in geschlossenen, gut gelüfteten Räumen möglichst auf Holzböden oder Paletten - qualitätserhaltend ist, |
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das Pressen von Rundballen, eine arbeitsarme Variante, die jedoch sehr hohe Lageranspüche stellt (sofortige Einlagerung in ein Gebäude, geschützt vor Regen und Tau; auf Paletten luftig gelagert), um nicht zu viel der Qualität einzubüßen,
das Pressen von Quaderballen, viel Heu auf geringem Raum, schlechte Händelbarkeit ohne entsprechendes Gerät aufgrund der hohen Gewichte, gleicher Lageraufwand wie bei Hochdruckballen.
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Die Heuernte
1. Tag
Mähen und 2x Wenden bei Frühmahd – nur Mähen bei Spätmahd
2. Tag
2x Wenden
3. Tag
2x Wenden und auf Nachtreihen ziehen
4. Tag
Auseinanderwenden,
1x Wenden und auf Nachtreihen ziehen
5. Tag
Nachtreihen auseinander wenden und in der Mittagssonne in Reihen ziehen und aufpressen
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Für alle Arten der Heugewinnung gilt: gute Trocknung, größte Sorgfalt und eine optimale Lagerung garantieren eine hohe Qualität.
Wer Heu zukaufen muss, ist gut beraten wenn, er sich im Frühjahr schon mit dem Bauern in Verbindung setzt und die „benötigte Menge“ ordert. Jetzt hat der Bauer noch die Möglichkeit zu planen und es ist für den Pferdefreund sicherer, dass er Heu bekommt. Auch ist es bei frühzeitiger Bestellung möglich, sich die Wiesen anzuschauen und z.B. auf Kreuzkrautfreiheit zu überprüfen (kein ordentlicher Landwirt, der gefragt wird, sagt dazu „nein“).
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Nur wer sein Heu gewissenhaft wirbt oder erwirbt, kann sicher sein, für sein Pferd das Beste getan zu haben.
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Wenn Husten droht
CETRACUM
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ISMOVIT
Das Beste für Magen und Darm
ISMOSAN
PRIMA PELLETS
Staubfreies Grundfutter
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