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25 Jahre Kräuterwiese)
Auf den Hänger bitte -
Wenn's mal wieder schnell gehen soll, dauert es meistens länger.
„Etwas Unterstützung und gutes Zureden
reichen fast immer“

Als Veranstalter des internationalen Fischerhuder Distanzrittes, hat Siegfried Pauli nicht nur ausgiebig eigene Erfahrungen in der Verladepraxis von Pferden machen können, sondern hat hier auch schon so einiges beobachten dürfen.
Es gibt Pferde die sich schwer bewegen lassen, auf den Hänger zu steigen und bei einer Veranstaltung finden sich auch schnell einige Hilfswillige ein, die dann gemeinsam, das immer aufgeregter werdende Pferd, in Richtung Hänger schieben, drücken und treiben. Das wird allerdings selten erfolgreich sein.
Ruhig angehen lassen
Man sollte es ruhig angehen und ohne viel Helfer. Den Hänger, wenn möglich an eine Wand stellen, dann ist eine Richtung schon versperrt. Die andere Seite mit einer Schnur abspannen und nun das Pferd hinten leicht mit der Longe berühren und ihm dabei gut zureden.
Hat man zwei Pferde, von denen eines sich vielleicht schwer tut, sollte man natürlich zuerst das Pferd auf den Hänger führen, welches sich leichter bringen lässt. Das andere wird in aller Regel, kurz darauf freiwillig folgen.

Aber jeder der schon viel unterwegs war, hat sicher schon einmal gesehen, dass einem Pferd für kurze Zeit ein Sack über den Kopf gezogen wurde, um es so orientierungslos gemacht, leichter auf den Hänger zu kriegen. Dabei kann natürlich auch Panik mit schlimmen Folgen ausbrechen und dieses Verfahren ist nicht nur deshalb, kaum zu empfehlen.
Viele Methoden gibt es, ein Pferd auf den Hänger zu kriegen. Etliche Reiter werden sich eine eigene, ihrem Pferd zugeschnittene Art und Weise, aneignen und es damit gut hinbekommen.
Wie es auch geht
Mancher wird sich vielleicht an prominente Pferdeleute und ihre Techniken halten und damit erfolgreich sein.
So originell wie es zum Beispiel der berühmte Monty Roberts in seiner Pferdeshow vormacht, dass er dabei dem Pferd vermittelt, eigentlich garnicht mit ihm auf den Hänger zu wollen.
Er nimmt dabei einen längeren Anlauf und führt das Pferd am kurzen Zügel auf den Hänger zu. Schon nach wenigen Schritten stoppt er und führt das Pferd wieder etwas rückwärts. Das alte Kinderspiel „Zwei Schritt vor und eins zurück“ anwendend, nähert er sich immer mehr dem Hänger. Auch bereits an der Hängerklappe angekommen, schiebt Monty Roberts das Pferd wieder zurück und der Eindruck verstärkt sich und vermittelt sich wohl auch so dem Pferd, es soll auf keinen Fall auf den Hänger. Einige Male wird so wiederholt verfahren. Auch nachdem das Pferd bereits zur Hälfte im Hänger ist, muß es wieder rückwärts gehen um endlich, Monty Roberts dreht sich dafür um, ihm komplett in den Hänger zu folgen, was es dann auch mit Leichtigkeit macht.
Werden Pferde transportiert, empfiehlt es sich grundsätzlich, die Beine, besonders die Fessel und Karpalgelenke mit Kronrand, zu schützen. Dafür gibt es Transportgamaschen im Handel, die schön fest und innen weich gepolstert sein sollten.
Es geht auch, das Pferd an allen vier Beinen mit dicken Bandagierunterlagen und Wollbandagen zu umwickeln. Auch Sprungglocken ergänzen die Vorsichtsmaßnahmen zum Transport.

Es kann vorkommen, dass einige Pferde vor Aufregung im Hänger schwitzen und es deshalb gut ist, eine Decke aufzulegen, damit sie bei kühlem Wetter nicht frieren.


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