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Warum muss ich eigentlich düngen?
Es wurde doch immer gesagt das ungedüngte Wiesen und Heu von solchen gesund sei.
Die Ernährung der Wiesen ist genauso wichtig wie unsere eigene. Gräser, die nicht ausreichend ernährt sind, lagern in vermehrter Weise Fructane ein,
hierdurch entstehen verstärkt Hufrehen. Heu von solchen Wiesen versorgen die Pferde nicht mit den nötigsten Nährstoffen und eine solche Fütterung führt zu Mangelerscheinungen.
Welche Düngermenge benötige ich pro Hektar?
Je nach Nutzung der Fläche ist der Düngerbedarf zu errechnen. Eine reine Weidefläche benötigt entsprechend der Zahl der weidenden Pferde eine geteilte Düngermenge, z.B. 1 ha beweidet mit 1 Pferd bedarf eine Düngung mit 120 kg Pferdeweide-Spezialdünger in 2 Teilgaben, bei einer Nutzung durch 2 Pferde erhöht sich die Menge auf 150 kg in 3 Teilgaben und bei 3 Pferden je ha, sogar auf 240 kg in 4 Teilgaben. Bei einem höheren Besatz ist pro Pferd von einer Düngermenge von 100 kg Pferdeweide-Spezialdünger aus zu gehen, hier entstehen dann aber Überweidungen der Fläche, die sich auch mit einem guten Dünger kaum noch ausgleichen lassen. Alle Flächen die mit mehr als 5 Pferden je ha ( ganzjährig ohne Pause ) beweidet werden nehmen nachhaltig Schaden.
Warum brauchen unsere Pferde Heu und kein Silo und was ist Heulage.
Pferde benötigen zum neutralisieren der Magensäure starke salzsäureähnliche Säure, die ständig produziert wird den eigenen Speichel, dieser wird durch das Kauen von Raufutter produziert. Beim Kauen von 1 kg Heu entstehen etwa 4 Liter Speichel, beim Kauen von 1kg Silage etwa 0,5 Liter und beim Kauen von Heulage bis zu 1,5 Liter. Dazu kommt das zur Herstellung von Silage oder Heulage nur moderne Wirtschaftsgräser (Weidel-gräser) geeignet sind, viele Landwirte aber auch andere Gräser zur Gewinnung von Silagen oder Heulagen verwenden, die nicht ausreichende Gärungen bilden und somit kein gutes Futter darstellen.
Oft werden auch, wenn die Witterung plötzlich umschlägt, fast trockene Gräser, die zur Heugewinnung gedacht waren, in Wickelballen eingepackt und als Heulage angeboten. Dieses Futter ist nicht Fleisch und nicht Fisch - also gar kein Futter für Pferde, da die Gärprozesse meist erst einsetzen wenn die Ballen geöffnet werden und somit verstärkt zu Koliken führen. Auch ist das Risiko von Butulismus-bakterien in Silage und Heulage ein ernst zu nehmendes Problem in der Tierfütterung.
Warum verwenden Sie Dinkel in Ihren Produkten ?
Wir verwenden in vielen unserer Produkte Dinkelspelz. Die das Korn umgebende Hülle ist ein sehr guter Faserlieferant und für die Pferde sehr schmackhaft. Der Dinkel im Spelz, wie er in einigen Futtern verwendet wird, stammt aus biologischem Anbau und es handelt sich um ursprüngliche Sorten mit sehr geringen Kleberanteilen (geringer als bei allen Maisarten). Diese Dinkelsorten eignen sich nicht als Brotgetreide und werden extra für uns angebaut.
Kann ich aus meiner Wiese eine Kräuterwiese machen, wenn ja, was brauche ich dazu?
Aus vielen Wiesen lassen sich Kräuterwiesen machen, der Weg dahin ist jedoch oft sehr lang. Es reicht nicht aus Kräuter aus zu säen, sondern es bedarf einer genauen Beurteilung der Wiese und ihrer Nutzung. Heuwiesen dürfen, wenn die Kräuter nachhaltig bleiben sollen, erst nach der Samenreife der Kräuter geerntet werden, und bei Weideflächen ist das Anlegen von Mutterpflanzenhorsten die einzige Möglichkeit Kräuter nachhaltig zu etablieren. Man legt an der Hauptwindseite der Wiese entlang der Einzäunung einige kleine Flächen an, die man auszäunt um die Pflanzen vor dem Verbiss zu schützen. Die Kräutersamen verteilen sich so langsam über die Fläche ohne das die Mutterpflanzen Schaden nehmen. So wird aus fast jeder Fläche mit der entsprechenden Geduld eine schöne Kräuterwiese.
Welche Spritzmittel helfen gegen Hahnenfuß und Brennnessel ?
Hahnenfuß und Kriechender Klee bekämpft man am besten mit Banvel M, 4 ltr auf 300 ltr Wasser je ha. Achtung - dann sind auch die gewollten Kräuter entfernt.
Ampfer und Brennnessel lassen sich am besten mit Starane 180 bekämpfen. 3 ltr auf 300 ltr Wasser je ha. Auch hier gilt bei ganzflächiger Anwendung trifft es auch viele der gewollten Kräuter.
Zur Bekämpfung von Kreuzkräutern hat sich die Kombination von U 46 D und U 46 M als sehr wirksam erwiesen. 2 ltr U 46D und 2 ltr U 46M auf 300 ltr Wasser je ha.
In allen Fällen ist es oft sinnvoll die Mittel punktuell einzusetzen z. B. mit der Rückenspritze um Schäden an den gewollten Kräutern und Nutzpflanzen zu vermeiden, dazu ist der Kostenaufwand dann viel geringer. Die Aufwandmenge lässt sich sehr leicht errechnen, indem man die ha-Aufwandmenge durch das Volumen der Rückenspritze teilt.
300 ltr Wasser = 4 ltr Banvel M 5 ltr Wasser = 0,066 ltr Banvel M
Ich hoffe auch einige Ihrer Fragen beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so stellen Sie uns gern weitere Fragen.
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