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Das Wort Konservierung kommt vom lateinischen conservare = bewahren, erhalten . Was meint, im Wert erhalten.
Pflanzen, die Grundlage all unserer Nahrung, machen im Winter eine Wachstumspause.
Wenn es soweit ist, daß die Grasflächen abgeweidet sind und nichts mehr nachwächst, ziehen die Nomaden mit ihren Herden in andere Klimazonen, wo sie noch Weidegrund finden. Irgendwann in grauer Vorzeit wurden unsere Vorfahren aber seßhaft und damit kam das Problem auf sie zu, Futter für die Vegetationspause, den Winter, auf zu bewahren ohne daß es verdirbt, mit anderen Worten es zu KONSERVIEREN.
Schon sehr früh kannte man verschiedene Techniken, z.B. das Trocknen. (Dörrobst) Schon Tacitus berichtet davon, daß die Germanen Futter in Gruben feststampften und mit Erde abdeckten, eine Frühform des Silierens also.(Sauerkraut)
Im Laufe der Zeit fand man Hilfsmittel, z. B. Salz, Säure oder Zucker und konnte damit pökeln, einlegen, (Gewürzgurken), einwecken.
Man fand heraus, daß mit Hilfe von Wärme der Trocknungsvorgang stark verkürzt werden konnte und nannte das backen (Lebkuchen).
De r Wintervorrat für das Vieh wurde vor Hunderten von Jahren -genau wie auch heute noch nach der Ernte getrocknet oder in Mieten vor Frost geschützt.
Da das Wetter auch damals nicht immer zur richtigen Zeit trocken oder naß war, erfand man Methoden, das geschnittene Gras trotzdem Wert erhaltend zu trocknen anstatt es verfaulen zu lassen, indem man es auf Böcke oder gespannte Drähte aufhängte .
Diese Methoden erfordern viel Handarbeit und sind in der heutigen Landwirtschaft nur noch selten an zu treffen. In der Regel muß heutzutage eine Maschine die Arbeit leisten, weil das kostengünstiger und bequemer ist. Die Qualität kann trotzdem gut sein, wenn mit der entsprechenden Sorgfalt gearbeitet wird.
Das gilt nebenbei auch für Silage, die andere heute übliche (sehr verbreitete) Konservierungsart.
Nu n ist Konservierung nicht nur notwendig, um das Rauhfutter für den Winter haltbar zu machen, auch das Kraftfutter kann nicht jeden Tag frisch geerntet oder hergestellt werden. Das Getreide, das eingesetzt wird, um mehr Energie zur Verfügung zu stellen und höhere Leistungen zu ermöglichen, wird auch nur einmal im Jahr geerntet und durch Trocknen haltbar gemacht. Wenn verschiedene Getreidearten und andere Komponenten vermahlen (oder geflockt) und dann zu einem Ergänzungsfutter zusammengemischt (gebacken) werden, wird auch dieses Futter eigentlich wie ein Brot oder meinetwegen wie Plätzchen durch den Back,- Preß,- = Schnelltrocknungsvorgang haltbar gemacht ohne weitere Konservierungsmittel nötig zu haben.
Aber nun kommt ein Kriterium dazu,
- unser Klima.
Hätten wir es hier trocken wie in Afrika, dann würden unsere Plätzchen nur immer trockener und härter, und nicht schimmeln. Allerdings hätten wir dann auch nicht viel Gras aber das nur nebenbei. Unsere Luft enthält jedoch meistens viel Feuchtigkeit.
Je trockener nun ein Material ist, um so bereitwilliger saugt es Feuchtigkeit aus der Luft auf. Besonders anfällig ist ein Lebens-oder Futtermittel, wenn plötzliche Temperaturschwankungen oder starke Luftdruckveränderungen passieren. Also von warm/ trocken zu feucht/schwül oder von einem zum anderen Tag um 10° kühler. Dagegen könnte man natürlich luftdicht verpacken, also Vakuum dicht einschweißen, Nur daß der Aufwand beim Futtersack vermutlich den finanziellen Rahmen sprengen würde.
Also bedienen wir uns vor allem im Sommer wie schon unsere Vorfahren es taten, eines Hilfsmittels zur Werterhaltung, eines Konservierungsmittels, d.h. einer Säure.
Kaliumsorbat oder E 202
Immer häufiger findet der Pferdehalter unbekannte Zahlen oder Namen in der Liste der Zusatzstoffe seines Pferdefutters. Diese Stoffe werden in verstärktem Maße nötig, um das Futter vor dem Verderb zu schützen.
Durch die modernen Erntemethoden und die feuchten Sommer wird es zunehmend schwerer gute Getreide-qualitäten zu erwerben. Um diese Qualitäten zu schützen bedarf es bei der Verarbeitung großer Sorgfalt und des Zusatzes von Stoffen, die diese Futter vor einem vorzeitigen Verderb bewahren. Die Wichert GmbH setzt zu diesem Zweck den Naturstoff Kaliumsorbat ( E 202 ) ein.
Ka liumsorbat, das Kaliumsalz der Sorbinsäure ist in der Eberesche/ Vogelbeere (Sorbus aucuparia) enthalten. Es hemmt das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und einigen Bakterien. Kaliumsorbat wird wie Sorbinsäure eingesetzt, ist aber sehr viel löslicher, sowohl in Fett als auch in Wasser. Es beeinflusst in den zur Konservierung notwendigen Mengen nicht den Geschmack des Futters.
Kaliumsorbat wird aus Sorbinsäure hergestellt und dient dem Schutz der Oberfläche des Futters. Es findet auch sehr viel Verwendung in der Lebensmittel-konservierung und gilt als eines der gesündesten Konservierungsmittel, das vollständig verstoffwechselt wird.
Um unseren Kunden ein hochwertiges Pferdefutter liefern zu können, haben wir, immer wenn es notwendig ist, uns für den Einsatz von Kaliumsorbat entschieden, gemäß unseres Motto´s
Gut versorgt gut zu Wissen

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